Fall Arian: Polizei befragt Anwohner in Bremervörde-Elm - DER SPIEGEL
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Suche nach Sechsjährigem Polizei befragt Anwohner im Fall Arian

Das Schicksal des vermissten Arian aus Bremervörde-Elm ist seit Wochen ungeklärt. Nach einer Unterbrechung hat die Polizei die Suche nun fortgesetzt. Am Donnerstag ist eine weitere Aktion geplant.
Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch: Die Beamten sollen die Einwohner ermuntern, abermals auf dem eigenen Grundstück nach Arian zu suchen
Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch: Die Beamten sollen die Einwohner ermuntern, abermals auf dem eigenen Grundstück nach Arian zu suchen

Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch: Die Beamten sollen die Einwohner ermuntern, abermals auf dem eigenen Grundstück nach Arian zu suchen

Foto: Sina Schuldt / dpa

Die Suche nach dem vermissten Arian aus dem niedersächsischen Bremervörde-Elm ist am Mittwoch fortgesetzt worden. Im nahegelegenen Ort Gräpel waren Polizisten zu sehen, die umherliefen, an Haustüren klopften und Flyer in Briefkästen warfen. Auch in anderen umliegenden Ortschaften waren Beamte unterwegs. Sie sollen die Einwohner ermuntern, abermals auf dem eigenen Grundstück nach Arian zu suchen.

Polizeisprecher Heiner van der Werp sagt, es gebe mehrere Hypothesen, was mit Arian passiert sein könne. Die Ermittler halten es für möglich, dass der Junge sich versteckt hat. Auch die Möglichkeit, dass der Junge in die Oste gefallen ist, ziehen die Ermittler in Betracht. Am wahrscheinlichsten sei ein Unfall ohne fremde Beteiligung.

Keinen Hinweis auf einen Kriminalfall

Nach dem Verschwinden Arians suchten zunächst Hunderte Einsatzkräfte und Helfer nach dem Jungen. Beteiligt waren unter anderem Suchhunde, Helikopter und Drohnen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Autist das Haus allein verließ. Der Polizei zufolge gibt es keinen Hinweis auf einen Kriminalfall.

Nach rund einer Woche wurde die groß angelegte Suche eingestellt. Die Entscheidung traf die Polizei in Absprache mit dem niedersächsischen Innenministerium. Eine Ermittlungsgruppe beschäftigt sich weiter mit dem Fall. Am Dienstag kündigte die Polizei an, dass die Suche nach Arian fortgesetzt wird. Einen speziellen Anlass dafür gebe es nicht, sagt Polizeisprecher Heiner van der Werp.

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Der Fall Arian ist besonders, aber kein Einzelfall. In Deutschland gelten nahezu 10.000 Menschen als vermisst. Das Bundeskriminalamt erfasste zu Monatsbeginn 9554 Frauen und Männer mit unklarem Aufenthaltsort. Rund 70 Prozent der Vermissten seien Männer, männliche Jugendliche und Jungen. Unter den Vermissten sind 1845 Kinder unter 13 Jahren. Die Zahlen unterliegen Schwankungen.

swe/dpa