Fall Carolin: Er nannte sie "Bastard" - DER SPIEGEL
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Fall Carolin Er nannte sie "Bastard"

Carolins Mutter war erst im Dezember mit ihrem Freund zusammen gezogen, den sie beschuldigt, die Dreijährige bis zur Bewusstlosigkeit gegen die Wand geschlagen zu haben. Ihr Lebensgefährte habe sie heiraten wollen, die Tochter aber nicht akzeptiert, zitiert Spiegel TV aus dem Vernehmungsprotokoll.
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Frankfurt am Main - Die aus Polen stammende Zaneta B. sagte nach übereinstimmenden Berichten bei der italienischen Polizei aus, dass ihr Lebensgefährte für den qualvollen Tod des Kindes verantwortlich sei. Ihren Angaben zufolge schlug der 30-jährige Türke Mehmet A. den Kopf des Kindes so oft gegen die Wand, bis es sich nicht mehr regte. Der Vorfall habe sich am 5. Januar in der Wohnung des Paares im Weißenhorner Ortsteil Biberachzell ereignet. Gemeinsam hätten sie das schwer verletzte Mädchen zum Krankenhaus der Kreisspitalstiftung in Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm) gebracht und in einer Damentoilette abgelegt. Noch am selben Tag erlag das Kind seinen schweren Verletzungen.

Als Motiv gab die Frau an, der Mann habe sie heiraten wollen. Carolin habe er aber nicht akzeptiert, er habe sie "Bastard" genannt, zitierte SPIEGEL TV aus den Vernehmungsakten. Die Tante des Kindes sagte dem TV Magazin, der Mann habe das Kind schon früher misshandelt, er habe Zigaretten auf ihrem Körper ausgedrückt.

Nun rechnet die Polizei mit einer raschen Auslieferung der beiden Tatverdächtigen. Die Frau und ihr Freund könnten schon heute oder morgen aus dem italienischen Hafen Brindisi nach Deutschland gebracht werden, sagte der Krumbacher Polizeichef Walter Böhm am Sonntag der Nachrichtenagentur AP.