Fall Hilal Ercan: Kinderschänder widerruft Mordgeständnis - DER SPIEGEL
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Fall Hilal Ercan Kinderschänder widerruft Mordgeständnis

In den Fall der seit 1999 verschwundenen zehn Jahre alten Hilal Ercan aus Hamburg kommt plötzlich Bewegung. Ein 31 Jahre alter Mann hatte im Polizeiverhör gestanden, das Mädchen ermordet zu haben. Doch einen Tag später stritt er die Tat wieder ab.
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Hamburg - "Für uns ist er aber weiter Tatverdächtiger, das Geständnis war schlüssig", sagte Polizeisprecher Ralf Meyer heute. Der Verdächtige hatte im Jahr 2000 ein Mädchen so lange gewürgt, dass es fast gestorben wäre. Er stellte sich anschließend der Polizei. Wegen Kindesmissbrauchs in sieben Fällen wurde er im Jahr 2000 zu sieben Jahren Haft verurteilt und sitzt seitdem im Maßregelvollzug.

Der Verdächtige hatte nach langen Vernehmungen zunächst zugegeben, Hilal Ercan in seinem Auto erwürgt zu haben. Die Leiche habe er anschließend in einem Waldstück vergraben. Doch noch während Beamte mit Leichenspürhunden das Gelände absuchten, widerrief der Mann seine Aussage.

Die kleine Hilal war am 27. Januar 1999 verschwunden, als sie in einem Einkaufszentrum nahe der elterlichen Wohnung Süßigkeiten kaufen wollte. Trotz großer Suchaktionen wurde keine Spur von ihr entdeckt. In den folgenden Jahren ging die Polizei zahlreichen Ermittlungsansätzen nach, konnte das Schicksal des Kindes aber nicht klären.

Meyers Angaben zufolge war der Mann schon früher ins Visier der Ermittler geraten, hatte aber immer ein Alibi für die Tatzeit vorweisen können. Seit Jahresanfang sei die Polizei dann alle Verdächtigen noch einmal durchgegangen und dabei erneut auf den 31-Jährigen gestoßen, der nach mehreren Verhören schließlich den Mord gestanden habe. Nach seinem Widerruf dauern die Ermittlungen der Polizei jetzt an.