Fall Jackson Staatsanwalt bereut Witzelei
Santa Barbara - Als Sneddon am 19. November vor der Presse den Haftbefehl gegen Michael Jackson verkündete, hatte er die Medienvertreter mit den Worten begrüßt: "Ich hoffe, ihr bleibt lange genug hier und gebt viel Geld aus, weil wir eure Mehrwertsteuer für die Instandhaltung unserer Büros brauchen."
Nun gestand Sneddon ein, er habe wohl die falschen Worte gewählt: "Ich fühle mich schlecht deswegen. Ich hätte es besser wissen müssen", sagte er dem Fernsehsender CNN. Sein Kommentar sei unangebracht und die Kritik daran angemessen gewesen.
Das Verhältnis zwischen den Staatsanwalt und dem Popstar ist vorbelastet: Sneddon versuchte 1993 Jackson den Missbrauch des damals 13-jährigen Jordan Chandler zu beweisen. Der Junge hatte zunächst behauptet, von Jackson belästigt worden zu sein - später zog er seine Aussage aber wieder zurück. Damit war der Fall für Sneddon erledigt, ein Verfahren gegen Jackson wurde nicht eröffnet. Der Sänger revanchierte sich per Schmählied ("Tom Sneddon is a cold man") - auf Sneddons Anweisung hatte Jackson seine Hosen herunter lassen müssen, Ermittler hatten seine Genitalien fotografiert, nachdem das Kind Angaben über besondere Kennzeichen gemacht hatte.