Fall Levke: "Ich schlafe in der Erde, bis die Sonne mich weckt" - DER SPIEGEL
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Fall Levke "Ich schlafe in der Erde, bis die Sonne mich weckt"

Noch immer stellt der Fall der achtjährigen Levke aus Cuxhaven die Polizei vor ein Rätsel. Die Eltern des Mädchens beschäftigt vor allem die Frage nach dem Warum. Deswegen hat Levkes Familie nun eine Internetseite eingerichtet, in der sie sich direkt an den Täter wendet.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Cuxhaven - Auf der Homepage sind Bilder des Kindes zu sehen. Unter einem der Fotos steht der Text: "Warum hast DU mir das angetan?" Auf der sehr persönlich gestalteten Seite  können sich Besucher in einem Gästebuch eintragen. Zahlreiche Menschen nutzen heute die Gelegenheit, um den Angehörigen ihre Anteilnahme auszusprechen. Wer möchte, kann per Mail Kontakt mit den Eltern aufnehmen. Im Bereich "Familie" ist zu lesen: "Ich schlafe in der Erde, bis die Sonne mich weckt."

Letzte Sicherheit, ob es sich bei der skelettierten Mädchenleiche tatsächlich um Levke handelt, gibt es noch nicht. Die Ergebnisse der DNS-Analyse stehen noch immer aus, teilte die Sonderkommission der Polizei mit. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen teilte mit, dass nicht abzusehen sei, wann ein Ergebnis vorliegt.

Ein Pilzsammler hatte die Leiche am vergangenen Montag in einem Waldstück nahe dem sauerländischen Attendorn entdeckt. Die Leiche dürfte dort bereits Monate gelegen haben. Teile des Skeletts waren weit verstreut, vermutlich hatten Tiere die Knochen weggeschleppt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Leiche um die eines acht- bis zwölfjährigen Kindes. Die Ermittler ordnen das Skelett Levke auf Grund von Kleiderfetzen zu, die ebenfalls gefunden wurden.

Das Kind war am 6. Mai nach der Schule vom elterlichen Grundstück verschwunden. Am folgenden Tag wurden ihr Ranzen, ihre Jacke und ihre Sporttasche auf einem Waldparkplatz rund 20 Kilometer vom Elternhaus entfernt gefunden. Die Ermittler konzentrieren sich zurzeit darauf, eine Verbindung zwischen diesen Orten und dem Leichenfundort herzustellen. Die Fahnder gehen mehr als 2500 Hinweisen nach.