Fall McVeigh: Hinrichtung wird nicht mehr verschoben - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fall McVeigh Hinrichtung wird nicht mehr verschoben

Das Auftauchen neuer Akten im Fall des Oklahoma-Attentäters Timothy McVeigh hat erhebliche Pannen bei der Ermittlungsarbeit aufgedeckt. Trotzdem soll die Hinrichtung des zum Tode verurteilten Bombenlegers wie geplant am 11. Juni stattfinden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Nach den Worten von US-Justizminister John Ashcroft ließen auch die neuen Akten der Bundespolizei FBI keinen Zweifel an der Schuld McVeighs zu. Ein zunächst für den 16. Mai vorgesehener erster Hinrichtungstermin war zunächst verschoben worden, nachdem mehrere tausend Seiten neuer FBI-Akten in dem Fall aufgetaucht waren. Ashcroft sagte, er werde nachdrücklich gegen jeden Versuch der McVeigh-Anwälte vorgehen, falls diese gerichtlich einen weiteren Aufschub beantragen sollten.

McVeigh ist wegen des Bombenanschlags auf ein US-Bundesgebäude in Oklahoma-Stadt von 1995 zum Tode verurteilt worden. Bei der Explosion wurden 168 Menschen getötet. McVeigh sitzt zurzeit in der Todeszelle in der Haftanstalt Terre Haute ein. Seine Anwälte haben noch nicht entschieden, ob sie einen erneuten Aufschub der Hinrichtung beantragen.