Fall Strauss-Kahn: Gericht verschiebt Anhörung um zwei Wochen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fall Strauss-Kahn Gericht verschiebt Anhörung um zwei Wochen

Ausnahmsweise waren sich Anklage und Verteidigung einig: Die nächste Anhörung im Fall Strauss-Kahn solle um zwei Wochen verschoben werden, hieß es in Anträgen beider Seiten. Die Begründungen gingen jedoch weit auseinander.
Strauss-Kahn am 6. Juli in New York: Der frühere IWF-Chef bestreitet alle Vorwürfe
Strauss-Kahn am 6. Juli in New York: Der frühere IWF-Chef bestreitet alle Vorwürfe

Strauss-Kahn am 6. Juli in New York: Der frühere IWF-Chef bestreitet alle Vorwürfe

Foto: DAVID KARP/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Dominique Strauss-Kahn hat zwei Wochen mehr Zeit, sich auf seinen nächsten Gerichtstermin in den USA vorzubereiten. Die Anhörung des früheren IWF-Chefs ist auf den 1. August verschoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft in New York mit. Entsprechenden Anträgen von Verteidigung und Anklage habe das Gericht am Montag zugestimmt.

Beide Seiten brauchten mehr Zeit für weitere Ermittlungen, hieß es im Antrag der Staatsanwälte. Die Verteidiger sagten, die Staatsanwälte sollten in der Zeit die nötigen Arrangements treffen, um den Fall zu beenden.

Ursprünglich sollte Strauss-Kahn am kommenden Montag wieder vor Gericht erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, Mitte Mai ein Zimmermädchen in einem New Yorker Luxushotel sexuell bedrängt zu haben. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchte Vergewaltigung.

Strauss-Kahn bestreitet den Vorwurf. Zuletzt waren erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Hauptbelastungszeugin bekannt geworden. Der Hausarrest gegen Strauss-Kahn wurde daraufhin aufgehoben. Trotz anderslautender Berichte hatte die Staatsanwaltschaft aber betont, dass die Anklage nicht fallengelassen und weiter ermittelt werde.

In Frankreich hat zudem die Journalistin Tristane Banon wegen versuchter Vergewaltigung Anzeige gegen Strauss-Kahn erstattet. Der 62-Jährige bestreitet auch diesen Vorwurf und kündigte eine Verleumdungsklage an. Die Staatsanwaltschaft hat mit den Ermittlungen begonnen.

hut/dpa