Falsches Geständnis: Fall Kaufmann wird neu aufgerollt - DER SPIEGEL
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Falsches Geständnis Fall Kaufmann wird neu aufgerollt

Der Schauspieler Günther Kaufmann, der wegen Tötung seines Steuerberaters verurteilt wurde, bekommt einen neuen Prozess. Das Geständnis, das er damals abgelegt hatte, war erfunden. Drei Männer sollen für die Tat verantwortlich sein.
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Augsburg - Der Fall wird Anfang Oktober vor Gericht neu aufgerollt. Die achte Strafkammer des Landgerichts Augsburg ordnete heute die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Kaufmann, der mit dem Geständnis angeblich seine Frau decken wollte, ist bis zu einem neuen Urteilsspruch weiterhin rechtskräftig verurteilt.

Die Kammer stellte fest, "dass das Geständnis des Verurteilten unwahr gewesen ist". Das Münchner Schwurgericht hatte den Krimidarsteller wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung mit Todesfolge zu 15 Jahren Haft verurteilt. Kaufmann hatte in dem Prozess ausgesagt, er sei bei einem Streit auf das Opfer gefallen. Er habe den Mann aus Versehen mit seinem schwergewichtigen Körper erstickt.

Es gilt als sicher, dass drei im August vorigen Jahres in Berlin verhaftete Männer die eigentlichen Täter sind. Sie haben zum Teil Geständnisse abgelegt. Erst nach deren Festnahme zog Kaufmann sein Geständnis zurück und wurde im November freigelassen. Später sagte Kaufmann in Interviews, er habe seine inzwischen verstorbene Frau schützen wollen, die ebenfalls in den Fall verstrickt war.