Familie Wallert Auswärtiges Amt kassiert ab
Berlin - Die im vorigen Jahr von philippinischen Moslem-Rebellen verschleppten Wallerts haben dem Auswärtigen Amt knapp 13.000 Mark an Auslagen zurückgezahlt. Das teilte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag in Berlin mit. Der Betrag sei der Göttinger Familie auf Grundlage von Konsulargesetzen in Rechnung gestellt worden. Die Wallerts seien mit der Rückforderung einverstanden gewesen, hieß es im Auswärtigen Amt.
Die Summe entspreche den Kosten, die der Familie eindeutig zuzuordnen seien. Dazu zählten rund 5000 Mark für Renate Wallerts Krankenrückflug, Ausgaben für den Kauf und Transport von Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung. Die Summe erscheine der Bundesregierung angemessen, so das Ministerium.
Die Eheleute Renate und Werner Wallert und ihr Sohn Marc waren waren am 23. April gemeinsam mit 18 anderen Urlaubern und Hotelangestellten während eines Tauchurlaubs in Malaysia verschleppt und für mehrere Monate auf der philippinischen Insel Jolo von Rebellen der Abu Sayyaf gefangen gehalten worden. Renate Wallert kam am 17. Juli frei, ihr Mann am 27. August. Sohn Marc blieb bis zum 9. September in Gefangenschaft.