Fashion: Hinter dem Horizont geht der Laufsteg weiter - DER SPIEGEL
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Fashion Hinter dem Horizont geht der Laufsteg weiter

Glamour, Glitzer und Campbell präsentierten die amerikanischen Designer Anna Sui und Michael Kors bei der New Yorker Modewoche. Und das Ganze mit einem Schuss Optimismus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Mode ist nicht nur ein einträgliches Geschäft. So ist der spanische Modeschöpfer Pedro del Hierro, 55, jetzt von Gerichtsvollziehern aus seinem Luxusheim in Madrid ausquartiert worden, weil er die Miete nicht gezahlt hatte. Wie die Zeitung "El Pais" berichtet, wäre der Designer beinahe in ein Obdachlosenasyl gebracht worden. Del Hierro ist nicht irgendwer, sondern einer der renommiertesten Modeschöpfer Spaniens.


Problematisch für die Haute-Couture-Schaffenden wird es, wenn sie sich auf eine zu kleine Zielgruppe konzentrieren. So kleidete Stardesigner Hierro vor allem die Mitglieder der europäischen Königshäuser ein. Anna Sui und Michael Kors versuchen hingegen Kollektionen zu entwerfen, die auch die Frau von der Straße tragen kann - mit dem nötigen Kleingeld freilich und nicht zu jedem Anlass.

Nach ihren Vorschlägen gehören gestufte Röcke, metallfarbene Stoffe und hochangesetzte Taillen zu den Trends im kommenden Frühling und Sommer. Supermodel Naomi Campbell führte es für Anna Sui bei der New Yorker Modewoche vor: Campbell lief im Chiffon-Dress mit Spaghetti-Trägern in blau, pink und weiß über den Laufsteg. Glamour brachte ein metallisch glänzender Mantel aus Brokat mit passender Hose.

Michael Kors ließ sich vom "Optimismus eines endlosen Horizonts und des blauen Himmels beeinflussen", wie er schrieb. Dazu lieferte er Safari-Shirts aus gewaschener Baumwolle und kombinierte sie mit olivgrünen, glänzenden Röcken oder einer langen Jacke aus Kaschmir mit einem leicht schwingenden Kleid.