Fataler Eingriff: Nach Schönheits-OP fehlt der halbe Po - DER SPIEGEL
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Fataler Eingriff Nach Schönheits-OP fehlt der halbe Po

Eigentlich wollte sich eine Münchner Bauchtänzerin nur die Wölbungen an den Oberschenkeln entfernen lassen. Doch aus vielen kleinen Dellen wurde eine große: Der Schönheitschirurg saugte der 38-Jährigen den halben Po weg. Jetzt verklagte sie ihn vor Gericht und bekam mehr Entschädigung als erhofft.
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München - Die Tänzerin sei unzufrieden mit ihren "Reiterhosen" gewesen und habe ihre Oberschenkel zu dick gefunden, schreibt "Bild". Der Chirurg empfahl ihr eine Liposuktion, eine Fettabsaugung an bestimmten Stellen.

Durch die lokale Betäubung habe Julia T. nicht gemerkt, wo der Mediziner Fett entfernte. Umso erschütternder das Resultat: "Es fehlt die rechte Pobacke. Sie ist vollständig weggesaugt", sagte die Rechtsanwältin der Tänzerin zu dem Ergebnis. Ein Gutachter der Berliner Charité wies laut "Bild" einen "großen Behandlungsfehler" nach.

Ein Fehler mit fatalen Folgen: Die Münchnerin habe bisher als Bauchtänzerin "Cleopatra" regelmäßig auf der Bühne gestanden. Nun traue sie sich nicht einmal mehr ins Schwimmbad, da sie sich wegen der Delle schäme. "Ich habe da jetzt ein großes Loch. Da passt ein Handball rein", wird die 38-Jährige zitiert.

Der Richter entschied, dass der Arzt der Tänzerin 16.000 Euro zahlen muss. Julia T. hatte 10.000 Euro Schmerzensgeld gefordert.

jus