Der Jemen, seit mehr als zehn Jahren von einem Bürgerkrieg zerrissen, gerät nun auch noch in das Mahlwerk des Nahostkonflikts. Zur Unterstützung der rund 2000 Kilometer entfernten Palästinenser im Gazastreifen attackieren die den Nordwesten des Landes beherrschenden Huthi-Milizen im Roten Meer immer wieder internationale Handelsschiffe mit angeblichen Verbindungen nach Israel.
Die eng mit Iran verbündete islamistische Gruppierung gefährdet so eine der wichtigsten Frachtrouten der Welt, Reedereien müssen große Umwege in Kauf nehmen. Im Januar reagieren die USA und Großbritannien militärisch und greifen aus der Luft erstmals Ziele in den von den Huthis kontrollierten Gebieten an. Den Eifer der Islamisten bricht das jedoch nicht. Sie organisieren nach den Luftschlägen antiamerikanische Massenproteste und greifen das ferne Israel auch direkt an. An einer Protestkundgebung nach einem US-Luftangriff nahe der Hauptstadt Sanaa nehmen zahlreiche Huthi-Kämpfer teil, wie auch diese jungen Männer auf einem Pick-up.