Fernsehen: Sabine Christiansen wird noch über Jahre talken - DER SPIEGEL
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Fernsehen Sabine Christiansen wird noch über Jahre talken

Der Statement-Ermöglichungs-Journalismus, der jeden Sonntagabend in einer quasi-parlamentarischen Art in die deutschen Wohnzimmer flimmert, wird weitergehen: Die ARD kündigte an, den Vertrag mit Sabine Christiansen über das Jahr 2002 hinaus zu verlängern.
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Hamburg - "Wir sind uns einig, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen", sagte Jürgen Kellermeier, Programmdirektor des zuständigen Norddeutschen Rundfunks (NDR) nach einem Gespräch mit der Moderatorin. Über weitere Details sei nicht gesprochen worden.

Ungeklärt ist nach wie vor, in welcher Form der Sender und die 44-Jährige künftig verbunden sein werden. Die Talkshow wird zumindest bis Ende 2002 von der Firma Medienkontor in Berlin produziert. Das Unternehmen gehört Christiansens Mann Theodor Baltz, 51, der gerade plant, mit Christiansens ehemaliger Freundin Ulla Kock am Brink zusammenzuziehen. Die Eheleute hatten sich jedoch vor einigen Wochen getrennt. Ob Baltz die Sendung weiter produzieren wird oder sich Christiansen eine neue Firma suchen wird, ist offen.

Die "Bild"-Zeitung hatte Anfang der Woche gemeldet, dass Baltz für eine vorzeitige Verlängerung des Vertrages seiner Produktionsfirma mit Christiansen dieser angeboten haben soll, ihre Bezüge von derzeit angeblich 15.000 Mark pro Sendung aufzustocken und ihr eine Gewinnbeteiligung anzubieten. In diesem Fall soll Christiansen bis zu drei Millionen Mark im Jahr verdienen, so das Blatt.

Sabine Christiansen, die nach ihrer Tätigkeit als "Tagesthemen"-Moderatorin Anfang 1999 mit dem Sonntagstalk begann, moderiert - gemessen an den Einschaltquoten - die erfolgreichste deutsche Gesprächssendung. Experten schätzen, dass die Sendung im kommenden Jahr, wenn die Bundestagswahlen anstehen, noch erfolgreicher laufen wird. Christiansen dürfte dann ihren Marktwert steigern und somit ihre Verhandlungsposition gegenüber der ARD verbessern.