Festnahme im Fall Ulrike: Noch kein Geständnis - DER SPIEGEL
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Festnahme im Fall Ulrike Noch kein Geständnis

Der Mörder der kleinen Ulrike ist möglicherweise gefasst. Ein Geständnis hat der 25-jährige Verdächtige entgegen anders lautender Meldungen offenbar doch noch nicht abgelegt.
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Eberswalde - Die Polizei nahm den Mann im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree fest. Er sei überführt "eine Spur bei der Leiche des Mädchens verursacht zu haben" und ähnele dem veröffentlichten Phantombild, teilte Polizeisprecher Frank Schröder in Eberswalde mit. Das Ergebnis des Gentests einer Speichelprobe stand noch aus.

Bisher habe der Verdächtige nicht gestanden, sagte Schröder. Nach Angaben der "Märkischen Allgemeinen" wurde er mit einer groß angelegten Rasterfahndung aufgespürt. Es habe keinen Bürgerhinweis auf ihn gegeben. Bei seiner Festnahme in einer Kleinstadt des Landkreises Oder Spree habe der Verdächtige keinen Widerstand geleistet. Laut Zeitungsbericht ist bereits wegen Autodiebstahls vorbestraft. Als Sexualverbrecher sei er jedoch bislang nicht in Erscheinung getreten.

Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Verdächtige überprüft und von vielen Männern Speichelproben genommen. Bis zum Mittwoch waren aus der Bevölkerung knapp 4000 Hinweise eingegangen. In der vergangenen Woche war bereits ein seit 1994 wegen sexueller Nötigung Gesuchter in Stralsund festgenommen worden. Ein Gentest hatte aber ergeben, dass er nichts mit dem Mord an Ulrike zu tun hat.

Die Zwölfjährige war am 22. Februar in ihrer Heimatstadt Eberwalde entführt worden. Zwei Wochen später hatte ein Spaziergänger im dreißig Kilometer entfernten Werneuchen ihre Leiche gefunden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Ulrike noch am Tag ihres Verschwindens vergewaltigt und ermordet wurde. An ihrem Körper hatten die Ermittler Spuren des Täters entdeckt, aus denen sie einen "genetischen Fingerabdruck" erstellten. Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten für Donnerstag eine Pressekonferenz zur Festnahme an.