Feuer in Düsseldorfer Kö-Bogen war wohl Brandstiftung - DER SPIEGEL
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Düsseldorfer Prestigeprojekt Feuer in "Kö-Bogen" war wohl Brandstiftung

Als es vergangene Woche im Düsseldorfer Luxusbau "Kö-Bogen" brannte, dachten viele an einen technischen Defekt. Jetzt ist klar: Das Feuer wurde wohl vorsätzlich gelegt - und das womöglich aus politischen Gründen. Darauf deutet ein Flyer hin, der in der Nähe des Brandorts auftauchte.
"Kö-Bogen"-Baustelle in Düsseldorf: Proteste gegen steigende Mieten
"Kö-Bogen"-Baustelle in Düsseldorf: Proteste gegen steigende Mieten

"Kö-Bogen"-Baustelle in Düsseldorf: Proteste gegen steigende Mieten

Foto: Federico Gambarini/ dpa
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Düsseldorf - Ein Feuer im Düsseldorfer Prestigebau "Kö-Bogen" ist Ermittlern zufolge vorsätzlich gelegt worden und hat möglicherweise einen politischen Hintergrund. Das teilte die Polizei mit. In dem rund 300 Millionen Euro teuren Komplex von Star-Architekt Daniel Libeskind hatte es in der Nacht zum Freitag gebrannt. Das Gebäude mit 40.000 Quadratmetern Fläche soll trotz des Feuers am 17. Oktober offiziell eröffnet werden.

Zwei Feuerwehrleute waren bei den Löscharbeiten verletzt worden. Beobachter gehen von einem Millionenschaden aus. Am Brandort wurde ein Flugblatt mit politischem Inhalt gefunden; nach Berichten der "Rheinischen Post"  soll es sich um eine kapitalismuskritische Parole handeln. Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen eingebunden. Für Hinweise zur Aufklärung der Tat setzten die Ermittler 1000 Euro Belohnung aus.

Das Renommierprojekt "Kö-Bogen" gilt als umstritten; Kritiker sprechen von "Investoren-Architektur". Bereits das Richtfest war von Protesten begleitet worden. Angesichts steigender Mieten warfen Demonstranten der städtischen Baupolitik soziale Schieflage vor. Erst am vergangenen Wochenende gab es Proteste gegen steigende Mieten in Düsseldorf.

rls/dpa