Fisch und Chips - DER SPIEGEL
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COMPUTER Fisch und Chips

Von Titus Arnu und Peter Stolle
• aus DER SPIEGEL 3/1998
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Tamagotchis sind arme Würstchen. Maximal einige Monate lang piepsen und greinen sie in ihren bunten Plastikeiern, bevor sie auf dem Müll landen. Mopy, ihr elektronischer Kollege, ist erheblich zäher. Der virtuelle Papageienfisch kann etliche Jahre leben und ist bei Computerfreaks neuerdings als Bildschirmschoner beliebt. Der Elektronikkonzern Hewlett-Packard hat das Tierchen konstruiert, das genau wie das japanische Cyber-Küken nach geduldiger und sorgsamer Pflege verlangt. Mit einem beherzten Mausklick läßt sich das Wesen zum Beispiel durch ein hübsch bepflanztes Becken jagen. Wenn es sich vernachlässigt fühlt, reagiert es erst schnippisch, später heftig neurotisch, und nach zwei Wochen ohne Futter schwimmt Mopy entseelt mit dem Bauch nach oben auf dem PC-Schirm. Im weltweiten Datennetz läßt sich die Fisch-&-Chips-Kreatur unter folgender Adresse fangen: »http://www.virtualcreatures.com/new/gofish.html«.

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