Fischschicksal: Aalfred darf in der Badewanne bleiben - DER SPIEGEL
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Fischschicksal Aalfred darf in der Badewanne bleiben

Seit 33 Jahren lebt der Aal "Aalfred" in der Badewanne der Familie Richter in Bochum. Und wenn's nach den Richters geht, bleibt er dort auch für die nächsten 33 Jahren. Den Segen des Ordnungsamtes hat der Fisch jetzt zumindest.
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Bochum - Ein armlanges Regenrohr soll künftig als Rückzugsort für den Fisch in die Familien-Wanne gelegt werden, berichtete heute eine Sprecherin der Stadt Bochum. Darauf habe sich die Familie in Verhandlungen mit dem von Tierschützern eingeschalteten Ordnungsamt geeinigt. "Aalfred" lebt seit über 33 Jahren in der Badewanne der Familie. Aal-Besitzerin Hannelore Richter zeigte sich erleichtert: "Das ist für uns die beste Lösung. Ein Aquarium wäre in unserem Haus aus Platzgründen überhaupt nicht möglich gewesen."

Auch die Bochumer Familie muss auf ihr Badevergnügen künftig nicht verzichten: Nachdem "Aalfred" in einen bereitgestellten Eimer ausquartiert wurde, kann das Rohr einfach beiseite gestellt werden. Das neue Rohr hatten Mitarbeiter des Ordnungsamtes heute zu dem Gesprächstermin im Badezimmer auch gleich mitgebracht, so dass der Aal sein neues Zuhause gleich in Augenschein nehmen konnte. "Aalfred" habe sich zunächst jedoch skeptisch gezeigt, da er sich an das neue Rohr in der Wanne erst gewöhnen müsse, berichtete Frau Richter. Doch Hannelore Richter ist sich sicher: "Das ist für ihn viel besser, als wenn er hätte umziehen müssen."

Familienvater Paul Richter hatte den Flussaal 1969 aus dem Rhein- Herne-Kanal geangelt. Seitdem hat "Aalfred" in der Badewanne der Familie Richter ein Zuhause. Tierschützer hatten die Haltung des Aals in der Wanne beklagt, Experten forderten sogar seine Freilassung. Die Familie weigerte sich jedoch, ihrem ungewöhnlichen Haustier die Freiheit zu schenken. "Aalfred" beschäftigte seitdem eine Reihe von Behörden von der Stadt Bochum bis zum Düsseldorfer Umweltministerium.