Fitness Schwarzenegger gibt Beraterjob auf
San Francisco - "Ich gebe meine Stellung als Mit-Herausgeber auf und verzichte auf Einkünfte von den Magazinen", teilte der gebürtige Österreicher mit. Am Donnerstag hatte sein Sprecher die Kritik an Schwarzeneggers Nebentätigkeit noch als "viel Lärm um Nichts" bezeichnet. Der Gouverneur des US- Westküstenstaates war in dieser Woche wegen seiner Millionengage als Fitness-Guru unter Druck geraten.
Es war bekannt geworden, dass er für seine Nebentätigkeit als Berater und Mit-Herausgeber von "Muscle and Fitness" und "Flex" über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu acht Millionen Dollar (6,6 Millionen Euro) verdienen sollte. Eine kalifornische Senatorin verwies auf einen Interessenkonflikt und forderte den Republikaner auf, seine Geschäftsverbindungen mit den Magazinen abzubrechen.
Er wolle keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass er mit voller Hingabe seinen Aufgaben als Gouverneur nachkomme, versicherte Schwarzenegger. Der Ex-Bodybuilder will sich nach eigenen Worten aber weiterhin für Krafttraining, Gesundheit und Fitness stark machen. Dafür habe er sich "sein ganzes Leben lang" eingesetzt.
Sein Sprecher hatte am Donnerstag den Vorwurf eines möglichen Interessenkonflikts als unbegründet zurückgewiesen. Der Gouverneur würde daher seine langjährige Zusammenarbeit mit den Magazinen nicht beenden, hieß es zunächst. Schwarzenegger hatte sich im vergangenen Jahr gegen einen Gesetzentwurf ausgesprochen, der vorsah, Aufbaupräparate für junge Sportler an kalifornischen Schulen zu verbieten. Die beiden Fitness- Magazine beziehen einen Teil ihrer Werbeeinnahmen aus Anzeigen für leistungssteigernde Präparate.
Seine beratende Mitarbeit bei den Zeitschriften hatte der frühere "Mister Universum" und Star von Action-Filmen schon vor einem Jahr bei einem Bodybuilding-Sportwettbewerb im US-Staat Ohio bekannt gegeben. Nach kalifornischem Recht darf der Gouverneur für Nebentätigkeiten entlohnt werden. Um Steuergelder zu sparen, verzichtet Schwarzenegger auf das jährliche Gouverneursgehalt in Höhe von 175.000 Dollar. Zwei Tage vor seiner Vereidigung im November 2003 hatte der frühere Filmstar den Vertrag als Fitness-Berater unterzeichnet.