Flächenbrand Feuer in Canberra
Sydney - Ausgelöst wurden die Brände in dem seit einem Jahr von Dürre ausgetrocknetem Australien von Blitzschlägen. Angefacht von starkem Wind und hohen Temperaturen von rund 38 Grad Celsius wüteten die Flammen in den Bergen nördlich, südlich und westlich der Stadt. Nach Angaben von Bewohnern erreichte das Feuer zwei westliche Vororte der Hauptstadt, wo bis zu 100 Häuser in Brand gerieten. Die Regierung rief für das Gebiet den Notstand aus. Chefminister Jon Stanhope sagte, die Verhängung des Notstands erlaube es Feuerwehr und Polizei, geeignete Maßnahmen zu treffen. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, die Einsatzkräfte könnten wenig gegen die Flammen ausrichten. Sie konzentrierten sich daher auf den Schutz von Menschen und Gebäuden. Tausende Menschen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden. "Kein Gebiet von Canberra ist gegen diesen Notstand immun, jeder sollte für den Fall von Bränden Wasser in seine Badewanne füllen", sagte ein Feuerwehrsprecher dem australischen Rundfunksender ABC. In weiten Teilen von Canberra fiel am Samstag der Strom aus, über der Stadt mit rund 300.000 Einwohnern hingen dichte Rauchwolken.
In den Snowy Mountains wurden aus dem Skigebiet Thredbo 1.000 Touristen in Sicherheit gebracht und einige kleine Ortschaften evakuiert. Ein Feuerwehrsprecher sprach von einer dramatischen Situation, weil dichter Rauch und das unwegsame Gelände `praktisch alle unsere Flugzeuge außer Betrieb gesetzt haben". Auch bei Sydney waren Häuser von Flammen bedroht. In der gesamten Region waren tausende Feuerwehrleute und Soldaten im Einsatz, in einigen Gebieten handelt es sich um die schlimmsten Feuer seit 50 Jahren.