Florida: Alligator fraß zwölfjährigen Jungen - DER SPIEGEL
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Florida Alligator fraß zwölfjährigen Jungen

Im Dead River nordwestlich der Stadt Orlando fiel am Mittwoch ein zwölfjähriges Kind einer Alligator-Attacke zum Opfer. Die Polizei hat inzwischen sicherheitshalber sieben Tiere aus dem Fluß getötet.
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Orlando - Der Junge hatte zusammen mit Freunden am Flussufer gespielt und im Wasser geplanscht. "Wir haben den ganzen Tag Alligatoren gesehen", sagte einer der Jungen. "Jedes Mal, wenn wir einen gesehen haben sind wir aus dem Wasser raus."

Kurz vor der Attacke hatten die Kinder den Zwölfjährigen gewarnt, anscheinend konnte er aber nicht rechtzeitig reagieren. Ein circa drei Meter langer Alligator zog ihn unter den Augen von zahlreichen Zeugen am Ufer unter die Wasseroberfläche. Mindestens einmal tauchte das Reptil noch mit dem Opfer zwischen den Zähnen auf. Jedoch konnte dem Kind nicht mehr geholfen werden.

Behörden machen Jagd auf Alligatoren

Am Donnerstag erlegte die Polizei bei der Suche nach dem Reptil insgesamt sieben zweieinhalb bis drei Meter große Alligatoren aus dem Dead River. Polizeisprecher Nick Pallitto sagte gegenüber der "Washington Post", die Beamten seien überzeugt, dass unter den getöteten Alligatoren derjenige sei, der den Jungen gefressen hat.

Die Polizei ging am Abend trotzdem auf die Jagd nach weiteren großen Alligatoren, um auf Nummer sicher zu gehen. Im Anschluss sollen die Tiere auf Rückstände menschlichen Gewebes untersucht werden.

Offiziellen Angaben zufolge haben Beschwerden über Alligator in der letzten Zeit zugenommen. Ursache für deren zahlreiches Auftauchen sei, dass momentan wegen starker Regenfälle die Wasserstände in Auffangbecken, Flüssen und Kanälen gestiegen sind.

Im September 2001 war ein 81-jähriger Mann in Florida verblutet, weil ein Alligator ihm ein Bein abgebissen hatte.