Florida: Mann stirbt nach Vogelattacke - DER SPIEGEL
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Florida Mann stirbt nach Vogelattacke

Kasuare gelten als die gefährlichsten Vögel der Welt. Trotzdem dürfen sie in den USA unter Auflagen gehalten werden. Ein Züchter ist nun gestorben, nachdem ihn eines der Tiere angegriffen hatte.
Kasuar (Symbolbild): bis zu 60 Kilo schwer, messerscharfe Krallen
Kasuar (Symbolbild): bis zu 60 Kilo schwer, messerscharfe Krallen

Kasuar (Symbolbild): bis zu 60 Kilo schwer, messerscharfe Krallen

Foto: Kevin Schafer/ Barcroft/ Getty Images
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Ein Vogelzüchter ist auf seiner Farm im US-Staat Florida von einem Kasuar tödlich verletzt worden. Der 75-Jährige sei vermutlich gestolpert und hingefallen, daraufhin habe ihn der Laufvogel wohl mit seinen spitzen, dolchartigen Krallen attackiert, berichteten örtliche Medien. Der schwer verletzte Mann starb kurz darauf im Krankenhaus von Alachua County.

Die Polizei untersucht den Fall derzeit genauer, um eine andere Todesursache auszuschließen. "Die bisherigen Informationen legen aber nahe, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt", erklärte ein Polizeibeamter der "Gainesville Sun". Der Kasuar blieb zunächst auf der Vogelfarm.

Kasuare sind flugunfähige Vögel, die eigentlich auf Neuguinea und in Teilen Australiens leben. Sie können bis zu 1,70 Meter groß und 60 Kilogramm schwer werden. Ihre Federn sind schwarz, Kopf und Nacken blau. Besonders ins Auge fallen ihre gewaltigen Füße und Krallen. Diesen verdanken sie auch den Ruf als gefährlichste Vögel der Welt.

Kasuare werden bis zu 1,70 Meter groß und 60 Kilogramm schwer

Kasuare werden bis zu 1,70 Meter groß und 60 Kilogramm schwer

Foto: OceanPhoto/ imago images

"Ein Kasuar kann Feinde mit einem einzigen schnellen Tritt aufschlitzen", heißt es auf einer Informationsseite des Zoos von San Diego . Mit ihren kräftigen Beinen erreichen die Vögel Geschwindigkeiten um die 50 Kilometer pro Stunde, selbst durch den dichten Busch. Sie ernähren sich ausschließlich von Früchten. Tödliche Angriffe auf den Menschen sind bislang kaum dokumentiert.

Exotische Vögel als Sammlerstücke

Als gesichert gilt, abgesehen vom aktuellen Fall, lediglich ein Ereignis in Australien aus dem Jahr 1926. Ein Kasuar hatte damals einen Teenager angegriffen und getötet. Der Junge hatte versucht, den Vogel mit Knüppeln zu erschlagen, als dieser auf dem Grundstück der Familie aufgetaucht war. Auch aus Neuguinea gibt es Erzählungen von Todesfällen. Bestätigt sind diese aber nicht.

Archivbild: In den USA sind Kasuare unter Sammlern gesucht

Archivbild: In den USA sind Kasuare unter Sammlern gesucht

Foto: Wilson Ring/AP/dpa

Die indigenen Bewohner Neuguineas jagen Kasuare. Das Fleisch der Vögel gilt dort als Delikatesse. In den USA dienen die exotischen Vögel laut Behörden dagegen vor allem als Sammlerstücke.

Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission hat Kasuare als potenziell gefährlich für Menschen klassifiziert, sie dürfen aber mit einer Genehmigung gehalten werden. Dazu muss der Besitzer große Erfahrung im Umgang mit den Tieren vorweisen und Anforderungen an das Gehege erfüllen.

jme/dpa/AP