Flüchtlingsdrama Australien schickt die Marine
Sydney - Entsprechende Informationen von der Weihnachtsinsel bestätigte der norwegische Außenminister Thorbjörn Jagland. Im Fernsehen bewertete er die Maßnahme als "Demonstration der Stärke". Er sei dennoch optimistisch, dass eine Lösung nach intensiven Kontakten aller Beteiligten gefunden werden könne.
Jagland sagte im Fernsehen: "Die Australier wissen, dass sie mit ihrem Verhalten eine ganze Reihe internationaler Konventionen gebrochen haben und da irgendwie wieder herauskommen müssen." Positiv sei nach wie vor zu bewerten, dass die australische Regierung nicht mehr wie zuvor die "Tampa" durch Zwangsmaßnahmen aus ihren Hoheitsgewässern vertreiben wolle.
Australien weigert sich seit Anfang der Woche, die 460 überwiegend afghanischen Flüchtlinge auf der südlich von Indonesien im Indischen Ozean gelegenen Weihnachtsinsel an Land gehen zu lassen. Der norwegische Kapitän des Schiffes widersetzt sich der australischen Aufforderung, wieder auf die offene See hinauszufahren.