Flug MH370: Verschollenes Flugzeug wird weiter südlich gesucht - DER SPIEGEL
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Flug MH370 Suche nach verschollenem Flugzeug verlagert sich Richtung Süden

Die Behörden starten einen neuen Versuch, das verschollene Flugzeug von Malaysia Airlines zu finden. Ab August sollen Spezialisten südlich des bisherigen Einsatzgebietes 60.000 Quadratkilometer Meeresboden absuchen.
Flug MH370: Suche nach verschollenem Flugzeug verlagert sich Richtung Süden
Flug MH370: Suche nach verschollenem Flugzeug verlagert sich Richtung Süden

Flug MH370: Suche nach verschollenem Flugzeug verlagert sich Richtung Süden

Foto: Alan Porritt/ dpa
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Sydney - Die lange, teure und bislang erfolglose Suche nach dem verschollenen Flugzeug von Malaysia Airlines geht in eine neue Phase. Aufgrund einer Analyse von Satellitendaten wird das Suchgebiet nach Süden in einen abgelegenen Teil des Indischen Ozeans verlagert. Das teilte der australische Verkehrsminister Warren Truss mit. Man orientiere sich immer noch an einem Korridor, auf dem das Flugzeug zuletzt Kontakt mit Satelliten gehabt habe.

Das Flugzeug war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. An Bord waren 239 Menschen.

Der Änderung des Suchgebiets kommt nicht überraschend. Ein Tauchroboter hatte über Wochen 850 Quadratkilometer Meeresboden abgesucht, ohne irgendeine Spur des Flugzeugs zu finden. Nun wollen die Einsatzkräfte südlich dieses Gebietes weitermachen.

Die nächste Suchphase soll im August beginnen und ein Jahr dauern. 60.000 Quadratkilometer sollen abgesucht werden, die Kosten werden auf mindestens 56 Millionen Dollar geschätzt.

Die australischen Behörden sind zudem sicher, dass das Flugzeug auf Autopilot war, als es in den Indischen Ozean stürzte. Anders hätte es nicht so genau den Kurs verfolgen können, der rekonstruiert worden sei, sagte Truss. Auch der Chef der Verkehrssicherheitsbehörde sagte, zumindest für den Teil des Fluges über dem Indischen Ozean sei man davon überzeugt.

Viele Beobachter sind angesichts solcher Angaben skeptisch. Schon zu oft erwiesen sich vermeintliche Gewissheiten bei der Suche nach dem Flugzeug als falsch. So war das Suchareal im April eingegrenzt worden. Einen Monat später mussten die Behörden einräumen, dass dort keine Wrackteile zu finden seien - worauf das Gebiet wieder ausgeweitet wurde.

ulz/AP/Reuters