Fluglotsenmord: Polizei geht von Racheakt aus - DER SPIEGEL
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Fluglotsenmord Polizei geht von Racheakt aus

Er hatte Frau und Kinder beim Flugzeugabsturz verloren, nun soll er aus Rache den aus seiner Sicht Schuldigen an der Tragödie ermordet haben: Die Schweizer Polizei hat einen 48 Jahre alten Mann verhaftet, der vor zwei Tagen einen Züricher Fluglotsen erstochen haben soll.
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Zürich - Der Mann war am Mittwochnachmittag in einem Gasthaus in der Nähe des Tatorts verhaftet worden. Er bestreitet allerdings die Tat.

Der Mann sei über den Tod seiner Familienangehörigen - Ehefrau, Sohn und Tochter - offenbar nicht hinweggekommen, sagte die Polizei. Er sei bei der Gedenkfeier zum Flugzeug-Unglück vor einem Jahr in Überlingen durch sein Verhalten aufgefallen. Angaben zur Staatsangehörigkeit des Verdächtigen machte die Polizei nicht.

Nach Angaben des zuständigen Staatsanwalts Pascal Gossner hielt sich der Verdächtige zur Tatzeit in der Schweiz auf. Er war seit dem 18. Februar im Land und offenbar legal eingereist. Ein in der Umgebung des Tatortes gefundenes Klappmesser werde derzeit untersucht, sagte Gossner.

Der Skyguide-Fluglotse wurde am Dienstagabend in Kloten im Kanton Zürich erstochen. Er hatte in der Nacht der Katastrophe von Überlingen im Juli 2002 Dienst. Bei dem Zusammenstoß einer Tupolew der russischen Bashkirian Airlines und einer Frachtmaschine der DHL waren 71 Menschen ums Leben gekommen, darunter 45 russische Kinder und Jugendliche.