Flugzeug defekt Schrecken für Fischer
Berlin - Die "Theodor Heuss" habe den Landeanflug, der teilweise durch Morgennebel erfolgte, abbrechen und durchstarten müssen, berichtete der Pilot, Oberstleutnant Günter Graf. "Wir konnten die Bahn nicht sehen", erklärte Graf. Eine Ursache für die Probleme war zunächst nicht zu erfahren. Das Instrumentenlandesystem ist in der Maschine doppelt vorhanden, aber beide Systeme hätten nicht richtig funktioniert, hieß es.
Bereits beim Abflug in New York hatte die Crew die Passagiere mehrfach nachdrücklich aufgefordert zu überprüfen, ob alle Mobiltelefone ausgeschaltet seien. Zu diesem Zeitpunkt habe es Probleme mit dem Autopiloten des Airbus A-310 gegeben, erklärten Besatzungsmitglieder.
Fischer kehrte von einem knapp einwöchigen Aufenthalt in den USA zurück, wo er an der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilgenommen hatte. Aus Delegationskreisen hieß es, in letzter Zeit seien auch die kleineren Jets der Luftwaffen-Flugbereitschaft vom Typ Challenger durch technische Probleme unangenehm aufgefallen.
Bei der Entsendung der Delegation zum Empfang des aus philippinischer Geiselhaft befreiten Marc Wallert nach Tripolis sei eine solche Maschine in Palermo gelandet, weil es Hydraulikprobleme gegeben habe. Eine zweite Maschine, die von Berlin aus in Richtung Libyen starten sollte, sei stattdessen gleich zur Basis nach Köln geflogen, wo die Delegation mit Staatsminister Ludger Volmer dann mit einer dritten Challenger nach Tripolis gereist sei.