Flugzeugabsturz über dem Schwarzen Meer Armee schließt Explosion an Bord aus
Der Chef der Flugsicherheit der russischen Luftwaffe, Sergej Bainetow
Foto: VASILY MAXIMOV/ AFPDer Absturz eines russischen Militärflugzeugs über dem Schwarzen Meer ist laut Armee nicht durch eine Explosion verursacht worden. Grund sei vielmehr ein "anormales Funktionieren" der Maschine gewesen.
"Wir sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass es keine Explosion an Bord gegeben hat", sagte der Chef der Flugsicherheit der russischen Luftwaffe, Sergej Bainetow. Trotzdem schließe man zum jetzigen Zeitpunkt auch einen Terrorakt weiterhin nicht aus. Ein Angriff könne auch anderweitig erfolgt sein.
Flugzeugunglück nahe Sotschi: Russland gedenkt der 92 Toten
Die Ermittlungen zur genauen Absturzursache werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. "Wir gehen davon aus, dass wir frühestens in 30 Tagen eine finale Schlussfolgerung ziehen können", sagte Bainetow. Am Dienstag und Mittwoch waren der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder der Maschine gefunden worden. Während der Ermittlungen seien Flüge von Militärmaschinen des Typs Tupolew Tu-154 bis auf Weiteres ausgesetzt.
Bei dem Flugzeugabsturz vom Sonntag kamen mutmaßlich alle 92 Insassen ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg von Sotschi nach Syrien ins Schwarze Meer gestürzt. An Bord der Maschine waren zahlreiche Mitglieder des Alexandrow-Ensembles, eines berühmten Armeechors, der bei den Neujahrsfeiern auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien auftreten sollte.