Flugzeugabsturz: Seltsame Geräusche aus dem Triebwerk - DER SPIEGEL
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Flugzeugabsturz Seltsame Geräusche aus dem Triebwerk

Mindestens drei Menschen sollen den Absturz eines iranischen Flugzeugs in den Vereinigten Arabischen Emiraten überlebt haben. Die Fokker 50 der Kish Airlines war beim Anflug auf den Flughafen Schardscha abgestürzt. Etwa 50 Menschen starben bei dem Unglück.
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Dubai - Den Einsatzkräften bot sich ein Bild des Grauens: Aus der zertrümmerten Maschine, die teilweise Feuer gefangen hatte, bargen sie inzwischen mehr als 30 Leichen. Es wird befürchtet, dass sich die Zahl der Toten auf bis zu 50 erhöht. Verkohlte Menschen lagen zwischen den zerfetzten Flugzeugsitzen, lediglich die Schwanzflosse der Fokker 50 war noch als solche zu erkennen.

Auf Bildern von Schardscha TV war zu sehen, wie Flammen aus dem vorderen Teil der Maschine schossen. Rettungshubschrauber landeten nahe der Absturzstelle. Vor dem Flugzeug wurden in rote Decken gehüllte Leichen ausgelegt. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach etwaigen Überlebenden. Ein Arzt im Krankenhaus Schardscha berichtete von mindestens drei Überlebenden. Zwei davon sollen in kritischem Zustand sein.

Zunächst hatte es geheißen, die Maschine, die ursprünglich aus Paris gekommen sei, sei nach dem Start abgestürzt. Im Laufe des Vormittags revidierten die Behörden die Aussagen mehrmals. Inzwischen heißt es, das Flugzeug sei beim Landeanflug ins Trudeln geraten. Es sei auf der iranischen Insel Kisch im Persischen Golf gestartet, dorthin habe es auch zurückkehren sollen.

Arbeiter auf einer nahe gelegenen Baustelle berichteten, die Maschine habe sich im Landeanflug hin und her bewegt. Aus dem Triebwerk seien seltsame Geräusche gedrungen. Die Unglücksstelle befand sich der Luftfahrtbehörde zufolge nahe einer Wohnsiedlung. Laut Schardscha TV stürzte sie aber offenbar auf ein unbesiedeltes Gebiet - zunächst war befürchtet worden, dass die Maschine auf einen Supermarkt gestürzt sei.

Der stellvertretende Geschäftsführer der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air, Mehdi Mehranpur, erklärte in Teheran, die Unglücksmaschine gehöre der separaten iranischen Fluggesellschaft Kish Air. Es habe sich um eine Fokker 50 gehandelt. Diese kann bis zu 60 Personen aufnehmen. Zunächst war berichtet worden, es handele sich um ein Flugzeug russischer Bauart.

Der Passagierliste zufolge stammten die Insassen des Flugzeugs aus dem Iran, aus Indien, Ägypten, Nepal, Nigeria und von den Philippinen.