Flugzeugabsturz: Trauer in Luxemburg - DER SPIEGEL
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Flugzeugabsturz Trauer in Luxemburg

In stiller Trauer haben die Angehörigen der Flugzeugopfer von Luxemburg an der Absturzstelle der Toten gedacht. In einer Kapelle fand anschließend eine Gedenkfeier statt. In der verunglückten Luxair-Maschine saßen vor allem deutsche Geschäftleute.
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Niederanven/Luxemburg - Graue Wolken hingen am Donnerstag über der Luxemburger Ortschaft Roodt-sur-Syre. Leichter Nieselregen ging auf die kleine Kapelle nieder, in der am Nachmittag die 20 Opfer des Flugzeugabsturzes aufgebahrt waren. Zunächst hatten die Angehörigen der überwiegend deutschen Opfer aus Berlin am Unglücksort das Wrack gesehen, danach nahmen sie von den Toten Abschied.

Wie schon am Mittwoch vermutet, saßen in der abgestürzten Luxair-Maschine hauptsächlich Geschäftsleute. So flog beispielsweise fast der ganze Vorstand eines bayerischen Stahlunternehmens mit in der Unglücksmaschine. Ebenfalls unter den Toten ist ein leitender Angestellter des Materialforschungsinstituts des Landes Brandenburg, der zu einer Fachtagung fliegen wollte. Auch ein Berliner Künstler kam ums Leben. Der in Berlin-Mitte lebende Michel M. wollte Verwandte in Frankreich besuchen.

Die Deutsche Bahn dementierte am Nachmittag, dass auch zwei Mitarbeiter ihrer Materialforschungsabteilung in der Maschine saßen. Zuvor kursierten Gerüchte, wonach zwei Experten verunglückt seien, die ausgerechnet zu dem zweiten schweren Unglück vom Mittwoch in die Nähe von Nancy fliegen sollten, wo zwölf Menschen bei dem Brand in einem Schlafwagen getötet worden waren. Ein Bahnsprecher in Frankfurt sagte SPIEGEL ONLINE, alle Fachleute, die die Bahn nach Nancy geschickt habe, seien auch dort angekommen.

Betreut wurden die Angehörigen von rund 30 Psychologen, auch der Flug von Berlin nach Luxemburg wurde von psychologisch geschultem Personal begleitet.

Warum das Flugzeug abstürzte, ist noch unklar. Aufschluss erhoffen sich die Ermittler vom Piloten, der das Unglück schwer verletzt überlebte. Experten nahmen am Donnerstag Ermittlungen am Unglücksort auf und werteten auch die beiden Flugschreiber aus.