"Flugzeugentführung": Konservative hingen in der Luft - DER SPIEGEL
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"Flugzeugentführung" Konservative hingen in der Luft

Scharping schonungslos: Der Verteidigungsminister ließ Unionspolitiker in Pristina sitzen. Ihre Bundeswehrmaschine leitete er um.
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Berlin - Große Verwirrung beim Rückflug des Unions-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz und des CSU-Landesgruppenchefs Michael Glos von Pristina nach Deutschland: Als die beiden am Donnerstagabend pünktlich zum Abflug des Bundeswehr-Jets vom Typ "Challenger" am Flughafen standen, war der Flieger weg.

Wie Militärs erläuterten, hatte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) das Flugzeug für sich requiriert und die Maschine in die mazedonische Hauptstadt Skopje umgeleitet. Die Delegation der Fraktionsspitze der Union musste in Pristina auf ein anderes Bundeswehr-Flugzeug warten.

Besonderes Pech: In der "Challenger" befand sich die Aktentasche des Fraktionschefs inklusive aller Papiere und einem Kalender mit den Wochenendterminen. Merz und Glos waren über die "Stillosigkeit" Scharpings im höchsten Maße verärgert.