Flutwellen-Katastrophe: Vierjähriger überlebte auf einem Baum - DER SPIEGEL
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Flutwellen-Katastrophe Vierjähriger überlebte auf einem Baum

Zwei Tage lang harrte ein vierjähriger Junge in Thailand auf einem Baum aus, wohin er durch die Wucht der gigantischen Flutwellen gespült worden war. Dann konnten ihn seine Eltern doch noch lebend wieder in ihre Arme schließen.
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Bangkok - Die riesige Welle hatte den kleinen Vathanyu Pha-opas im thailändischen Khao Lak am Sonntag in einen Baum gespült. Dort harrte der Kleine mehr als zwei Tage lang ohne Essen und Trinken aus. Außer ein paar Schrammen und Moskito-Stichen war der Junge augenscheinlich vollkommen unverletzt. "Es grenzt an ein Wunder, dass er noch lebt", sagte der Vater Suthipong Pha-opas. "Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, ihn jemals wieder zu sehen. Er konnte doch nicht schwimmen."

Glück, der tödlichen Falle zu entkommen, hatte auch ein 13-jähriges Mädchen auf den zu Indien gehörenden Nikobaren. Meghna Rajasekhar habe über zwei Tage lang im Wasser getrieben, sich an einer ausgerissenen Tür, an einem treibenden Baumstamm und einem Sack festgekrallt, bevor es dem Kind gelungen sei, endlich an Land zu kommen, berichtete ein örtlicher Beamter. "Schildkröten und Schlangen sind dem Mädchen in der Nacht im Wasser begegnet", sagte Gouverneur-Leutnant Ram Kapse. An Land hätten die Leute dem Kind etwas Kokosmilch und etwas zu Essen gegeben, dann sei das Mädchen ins Auffanglager gebracht worden.

Wie viele Menschen auf den abgelegenen Inseln der Nikobaren die Flutwellen-Tragödie überlebten, ist bisher unklar. Die meisten der Inseln waren unmittelbar nach dem Seebeben und der Flutwelle nicht mehr erreichbar gewesen.

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