"Focus Money": Ehefrau knickt Karriere des Chefredakteurs - DER SPIEGEL
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"Focus Money" Ehefrau knickt Karriere des Chefredakteurs

Nur vier Tage nach dem ersten Erscheinen des Burda-Anlegermagazins "Focus Money" hat dessen Chefredakteur Manfred Schumacher das Handtuch geworfen. Grund ist eine geschäftliche Verquickung mit der Wirtschaftsberatungsfirma seiner Frau, die gestern durch einen Artikel des SPIEGEL bekannt geworden war.
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Das erste Heft des "Focus"-Bruderblattes "Focus Money" (Werbespruch: "Nutzen, Nutzen, Nutzen") kam am Donnerstag auf dem Markt, am heutigen Dienstag bot Manfred Schumacher, 57, seinem Herausgeber und Focus-Chef Helmut Markwort seine Demission an. Markwort hat dem stattgegeben und als Interims-Nachfolger Kai Stepp, 45, ernannt, einen der beiden Stellvertretenden Chefredakteure bei "Focus Money". Stepp ist damit einer der schnellsten Aufsteiger der Mediengeschichte: Erst zum 1.4. war er von seinem bisherigen Arbeitsgeber, der "Wirtschaftswoche", aus dem Vertrag entlassen worden.

Grund für Schumachers Rücktritt ist ein Bericht im aktuellen Heft des SPIEGEL, wonach der frühere Wirtschaftsressortleiter von "Focus" sich an der Beratungsfirma seiner Frau beteiligt. Schumacher, heißt es dort, habe sich vor Neukunden als "aktiver Berater" der Schumacher's AG vorgestellt, mit besten Kontakten "zu Top-Journalisten". Auch bei der Trennung von Privatleben und Job war Schumacher nicht pingelig: Bevor sich seine Frau Claudia im September mit ihrer Beraterfirma selbständig machte, hatte er sie zu "Focus" in sein Ressort geholt, berichten Insider.