Fotokunst Kollektive Nacktheit gegen HIV
New York - Bekannt wurde Tunnick nicht zuletzt durch eine kleine Privatfehde mit dem früheren New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani, der ihm ein Shooting am Times Square verbieten wollte. Doch ging es dem Künstler bislang in erster Linie darum, zu provozieren und möglichst viele Nackte an öffentlichen Plätzen zusammenzutrommeln, hat Tunicks neues Projekt eine gesellschaftspolitische Aussage.
Fotokunst: Kollektive Nacktheit gegen HIV
Die knapp hundert Menschen, die sich dieses Mal von Tunick in ein französisches Bistro pferchen ließen, waren allesamt HIV-positiv. Das Shooting fand zum zehnten Geburtstag des Magazins "POZ" für Aidskranke und HIV-Infizierte statt. Tunick will die Betrachter der Bilder nach eigenen Worten dazu veranlassen, über die Verwundbarkeit von Menschen mit einer HIV-Infektion nachzudenken. Walter Armstrong, Chefredakteur der Zeitschrift, hofft, dass das Ereignis "eine Botschaft an alle aussendet, die Angst vor HIV haben, sie sollen wissen, dass es ihnen nicht anders geht als allen anderen auch".
Einen Rekord hatte Tunick im vergangenen Jahr in Barcelona erzielt: Dort zogen sich 7000 Spanier für den Fotografen aus. In Melbourne hatten im Oktober 2001 rund 4500 Menschen für ihn posiert.