Frankreich 38-Jähriger gesteht sieben Morde
Paris - Mit einem kaum hörbaren "Ja" hat Guy Georges vor Gericht in Paris die Frage beantwortet, ob er der Mörder sei. "Verzeihen sie mir", sagte er unter Tränen den Angehörigen der Opfer, die im Gerichtssaal waren.
Mindestens sieben Morde und Vergewaltigungen junger Frauen gehen auf das Konto des Franzosen, der zwischen 1991 und 1997 in Paris sein Unwesen trieb. In vier Fällen wurde der Mann, den die Presse den "Mörder des Pariser Ostens" nennt, durch DNS-Untersuchungen überführt.
Bei seiner Verhaftung 1998 hatte der Sohn eines Amerikaners und einer Französin ein umfangreiches Geständnis abgelegt, plädierte jedoch bei Beginn des Prozesses in der vergangenen Woche auf nicht schuldig. Insgesamt hat er bisher 14 Jahre wegen Gewalttätigkeiten gegen Frauen in Haft verbracht. Er wuchs in mehreren Heimen auf und versuchte mit 14 Jahren zum ersten Mal, ein Kind zu erwürgen.
Seine Opfer, zwischen 19 und 33 Jahre alt, überwältigte er zumeist abends vor der Haustür oder in Tiefgaragen. Die Frauen wurden geknebelt und gefesselt, vergewaltigt und dann erdolcht. Vier von ihnen gelang es, den Angreifer durch laute Schreie in die Flucht zu schlagen und so ihr Leben zu retten.