Facebook-Appell Rätsel der Frau ohne Gedächtnis gelöst
Sie erinnerte sich an kaum etwas. Sie fühle sich mit Australien verbunden. Sie habe einmal in einem Restaurant an der Küste bei Perth gefrühstückt und sei in einem Salzwasserpool geschwommen. Und sie glaube, eine Weile auf Hawaii gelebt zu haben.
Was die Frau erzählte, die im Februar auf einer Straße in Carlsbad bei San Diego aufgegriffen wurde, ließ die Behörden in Kalifornien ratlos zurück. Sie wusste nicht, wer sie war. Sie sprach Englisch und Französisch, nannte sich "Sam". Bei einem Krankenhausbesuch diagnostizierten Ärzte eine Krebserkrankung und Gedächtnisverlust, der oft damit einhergeht. Interpol veröffentlichte das Foto der Frau, die US-Bundespolizei FBI verteilte die Informationen an andere Behörden - in der Hoffnung, jemand könne die Frau identifizieren.
Letztlich brachte eine Suchkampagne nun die Lösung, wie die BBC berichtet . Per Facebook hatte sich die Frau an die Öffentlichkeit gewandt: "Meine Prognose ist nicht gut und ich bete, dass meine Familie bald gefunden wird", schrieb sie.
Schließlich erfuhren die Verwandten von dem Fall. Sie erkannten Ashley M., 53. Ihr Neffe hatte einen TV-Bericht über den Fall gesehen und seine Mutter verständigt, die sich an die Behörden wandte. Der Familie zufolge wuchs M. in Pennsylvania auf und wechselte häufiger den Wohnort. Unter anderem lebte sie in Arizona und Carlsbad. Wegen ihres Akzents hatten viele Personen - auch Offizielle - gedacht, sie sei Australierin.
Auf Facebook wurde die erfolgreiche Suche mit "Wir haben großartige Neuigkeiten" verkündet. Ein Dank ging an alle Beteiligten. "Ohne eure Hilfe hätten wir das nicht geschafft!"