Frauenmörder: Weitere Leichen im Achensee vermutet - DER SPIEGEL
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Frauenmörder Weitere Leichen im Achensee vermutet

Der vor gut zwei Wochen festgenommene mutmaßliche Frauenmörder hat möglicherweise mehrere Menschen umgebracht. Die Polizei vermutet, dass der Mann Leichen im Tiroler Achensee versenkt hat.
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München/Innsbruck - Der 59-Jährige soll eine Frau getötet haben, die Ende September an der Brenner-Bundesstraße bei Schönberg in Tirol in einem Plastiksack gefunden wurde. Bei einem Verhör hatte der Tatverdächtige angegeben, die 62-Jährige gefesselt und geknebelt zu haben - wenig später sei sie tot gewesen.

Jetzt hat die Polizei auf einem Segelboot des aus Sachsen stammenden Mannes mehrere Müllsäcke mit Steinen gefunden. Die Müllsäcke ähnelten dem Plastiksack, in dem das Mordopfer am Brenner gefunden wurde. Die Tiroler Gendamerie hält es für möglich, dass der 59-jährige Mann Steine sammelte, um damit Leichen zu beschweren und sie im Achensee zu versenken.

Deutsche und österreichische Ermittler wollen jetzt weitere Fälle von vermissten Frauen überprüfen. "Konkret geht es um eine ältere Frau aus Österreich, die seit längerem verschwunden ist", sagte der Münchener Oberstaatsanwalt Eduard Mayer. Auch werde man ungeklärte Gewaltverbrechen an Frauen nochmals durchleuchten, so Mayer.

Den Kontakt zu Frauen nahm der mutmaßliche Täter stets über Zeitungsannoncen auf. Mit der Ermordeten fuhr er in seinem Wohnmobil nach Norditalien. Taucher, die den Achensee durchsuchten, fanden bisher keine weiteren Leichen.