Freistaat Christiania: Topmodel will Hippie-Paradies retten - DER SPIEGEL
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Freistaat Christiania Topmodel will Hippie-Paradies retten

Die Bewohner des autonomen und vom Abriss bedrohten Hippie-Dorados Christiania in Kopenhagen haben prominente Unterstützung bekommen. Topmodel Helena Christensen machte sich jetzt in einem offenen Brief an den Premier für den Erhalt des "Freistaates" stark.
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Kopenhagen - Die 37-jährige Dänin hat zusammen mit anderen Prominenten Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen in einem offenen Brief aufgefordert, alle Regierungspläne zum Abriss von Häusern und für Abschaffung der Selbstverwaltung unter den gut 800 "Christianittern" aufzugeben. Der weltberühmte "Freistaat" sei ein Symbol für Toleranz, kulturelle Vielfalt und starkes soziales Engagement, hieß es in dem Brief.

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Model-Hippie-Allianz: Christensen für Christiania

Foto: AP

Christensen war zweieinhalb Jahre alt, als Kopenhagener Linke, Hippies und andere abenteuerlustige junge Leute im September 1971 ein leerstehendes Kasernengelände fünf Fußminuten vom Parlament entfernt besetzten und Christiania gründeten. Der Freistaat ist inzwischen nach der Kleinen Meerjungfrau und dem Tivoli das meist besuchte Touristenziel in Dänemarks Hauptstadt, vielen Bürgern ist das Projekt aber nach wie vor wegen "gesetzloser Zustände" suspekt. Auf dem Gelände leben 800 Menschen in nur teilweise legalisierten Mietverhältnissen.

Im September verhaftete Kopenhagens Polizei in Christiania 105 Personen, die gegen die zunehmende Wohnungsnot junger Leute in Dänemark protestierten. Nach Behördenangaben hatten sie sich geweigert, illegal aufgestellte Wohnwagen zu verlassen.