Frettchen-Comeback in New York? De Blasio will neues Gesetz - DER SPIEGEL
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New Yorks Bürgermeister De Blasio stellt die Frettchen-Frage

Seit der Herrschaft von Rudolph Giuliani dürfen die New Yorker keine Frettchen mehr als Haustiere halten. Doch Neu-Bürgermeister Bill de Blasio will die "Ferrets" wieder erlauben.
Frettchen in seinem Körbchen: Bald dürfen die Tiere vielleicht auch wieder in New York gehalten werden
Frettchen in seinem Körbchen: Bald dürfen die Tiere vielleicht auch wieder in New York gehalten werden

Frettchen in seinem Körbchen: Bald dürfen die Tiere vielleicht auch wieder in New York gehalten werden

Foto: Lenny Ignelzi / AP
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New York - Mit dem Vorstoß schießt sich Bill de Blasio vermutlich in die Herzen Tausender Kleintier-Fans: Der New Yorker Bürgermeister will in seiner Stadt wieder Frettchen als Haustiere zulassen. Wie die "New York Times" berichtet , arbeitet die örtliche Gesundheitsbehörde daran, ein seit Jahren bestehendes Verbot aufzuheben. Die Begründung: Frettchen seien nicht gefährlicher als andere Haustiere.

Einst war das Frettchen-Verbot von de Blasios Vorvorgänger Rudolph Giuliani eingeführt worden. Ausschlaggebend war damals zweierlei: zum einen die Angst vor Tollwut, die über die Tiere übertragen werden könnte, zum anderen die potenzielle Gefahr für kleine Kinder: Das Frettchen kann mit seinen scharfen Zähnen streichelwütige Bewunderer verscheuchen.

Offenbar lag Giuliani das Thema am Herzen. In die Archive der US-Zeitungen ging im Jahr 1999 ein Dialog ein, der als "Ferret-Freak-out" bekannt wurde . Während seiner wöchentlichen Radiosendung diskutierte Giuliani das neue Gesetz mit einem Frettchen-Befürworter. Im Verlauf des Gesprächs nannte er den Aktivisten "geistesgestört". Dessen Sorge um die Tiere sei nicht normal, er solle das mal mit einem Therapeuten besprechen.

Die Einstellung teilte offenbar auch Giulianis Nachfolger Michael Bloomberg. Während seiner Amtszeit erhielt er das Anti-Frettchen-Gesetz aufrecht. Doch de Blasio sägt nun an Giulianis Vermächtnis einer frettchenfreien Stadt, der "New York Times" zufolge wird die Gesundheitsbehörde ab Sommer die Frettchen-Frage beraten.

Damit positioniert sich de Blasio einmal mehr als Tierliebhaber. Der Bürgermeister hatte sich bereits für ein Verbot der Pferdekutschen im Central Park eingesetzt. Denn auch wenn die zum traditionellen Stadtbild gehörten, seien die Touren für die Pferde eine Quälerei. Das Magazin "The Wire"  nahm die Neuigkeiten zum Anlass, de Blasios Loyalität zu hinterfragen. Er sei ein "Mann der Säugetiere", dessen Prioritäten weniger bei den Menschen als bei Tieren lägen. Zumindest bei den Tierfreunden dürfte der Demokrat mit der Frettchen-Offensive punkten.

gam