Frohe Ostern Vorsicht bei gefärbten Eiern
Hamburg - Beim Kauf von gefärbten Hühnereiern ist nach Ansicht des Deutschen Tierhilfswerks Vorsicht geboten. "Diese Eier sind zwar meist schon gekocht und praktisch luftdicht unter dem Lack versiegelt. Meist weiß keiner, wo die Eier herkommen und wie alt sie tatsächlich sind", sagte Ursula Bauer vom Tierhilfswerk in Berlin.
Auf der sicheren Seite seien alle, die selbst färben. "Wer die Zeit zum Verzieren der Eier nicht hat, kann im Reformhaus Eier kaufen, bei denen der Erzeugerstempel durch die Farbe durchscheint."
Besondere Vorsicht ist indes für Allergiker geboten: Zum Einfärben von Eiern werden oftmals Stoffe verwendet, die bei empfindlichen Menschen allergieähnliche Reaktionen verursachen können. Vor allem die häufig verwendeten Azofarbstoffe Azorubin, Brillantschwarz, Tartrazin und Chinolingelb sowie die natürlichen Farbstoffe Conechillin oder Kurkumin können Hautrötungen, Nesselsucht, einen Neurodermitis-Schub oder einen Asthmaanfall auslösen, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach berichtet.
Holunderbeersaft macht die Eier blau
Die Farbstoffe gelangen nach Angaben der Experten beim Färben durch winzige Risse in der Schale ins Ei-Innere und werden so in geringen Mengen mitgegessen.
Als Alternative für gefährdete Menschen
empfiehlt der Asthmabund, mit Hilfe etwa von Zwiebeln,
Rote-Beete-Saft, Spinat oder Schwarztee selbst gut haftende
Naturfarben herzustellen. Kamille und Kümmel tönen Eier gelb,Rotkohl und Rote Beete bringen rote Farben auf die Schale, und Holunderbeersaft macht die Eier blau.
Allergiker sollten aber natürlich auch hier die Extrakte nach individuellen Unverträglichkeiten aussuchen.