Frühgeborenes stirbt durch Keime an Berliner Charité - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Blutvergiftung Frühchen stirbt in Berliner Charité durch Keime

Ein Kind ist gestorben, sieben weitere sind erkrankt: Im Berliner Universitätskrankenhaus Charité ist es offenbar zu einem gefährlichen Keimbefall gekommen. Zwei Stationen für Frühgeborene wurden geschlossen.
Charité in Berlin: Todesursache zunächst unklar
Charité in Berlin: Todesursache zunächst unklar

Charité in Berlin: Todesursache zunächst unklar

Foto: Franka Bruns/ ASSOCIATED PRESS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Im Berliner Universitätskrankenhaus Charité ist ein Frühgeborenes an einer Blutvergiftung in Folge einer Infektion mit Keimen gestorben. Weitere sieben Kinder seien erkrankt, sagte eine Charité-Sprecherin am Samstag. Das Frühgeborene war schon vor mehr als einer Woche gestorben. Erst in dieser Woche sei aber die Häufung der Erkrankungen aufgefallen.

Zuvor hatte das Krankenhaus mitgeteilt, es nehme wegen eines starken Keimbefalls auf zwei ihrer Stationen keine Frühgeborenen mehr auf. Die Charité bestätigte einen Bericht der "Berliner Morgenpost", laut dem vor rund zwei Wochen in zwei der fünf Stationen für Frühgeborene sogenannte Serratien-Keime entdeckt wurden.

Die am Virchow-Klinikum der Charité entdeckten Erreger gelten der Sprecherin zufolge als weniger gefährlich als die multiresistenten Keime, an denen in Bremen 2011 mindestens drei Frühchen gestorben waren. Die Serratien-Keime an der Charité seien nicht multiresistent, aber offenbar gut übertragbar. Antibiotika würden gut gegen die Erkrankung helfen.

dab/dpa