Fußballwattmeisterschaft "Dreckigste WM aller Zeiten"
Brunsbüttel - Rund 3000 spaßbegeisterte Besucher kamen, um die Freizeitsportler aus ganz Deutschland zu beobachten, als sie im Schlamm kämpften, schwitzten, stolperten und versunken. "Es war die dreckigste WM aller Zeiten", sagte Organisator Michael Behrendt.
Zur Freude der Besucher spielen die "Wattlethen" im Schlick nicht nur Fußball, sondern messen ihre Kräfte auch beim "Wattwolliball" und den "traditionellen" Sportarten wie Nordic Watting, Aal-Staffellauf, Watt-"Sörfen", Gummistiefelweitwurf und dem Teebeutelzielwerfen.
Im Schlick bei Brunsbüttel kann man nur bei Ebbe spielen. Auch das Spielfeld selbst ist nicht wirklich abgegrenzt. "Wo das Wasser ist, ist definitiv aus", belehrt der Stadionsprecher die Akteure. Rund zehn Minuten dauert jedes Match. Nicht Taktik und Ballgefühl, sondern geschmeidiger Schlick und glitschiger Modder sind die zentralen Elemente des "Sports".
In dem zähen Dreck ist das Fußball-Spiel deutlich langsamer als auf dem grünen Rasen. Dafür ist es aber auch viel lustiger: Viele Spurtversuche enden mit einem kläglichen Bauchklatscher.
itz/dpa