Galapagos: Tankschiff droht auseinander zu brechen - DER SPIEGEL
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Galapagos Tankschiff droht auseinander zu brechen

Nach dem Tankerunglück vor den Galapagos-Inseln haben die Behörden Ecuadors ein Untersuchungsverfahren gegen den Kapitän und den Vertreter der Reederei eingeleitet. Das Schiff ist unterdessen so beschädigt, dass es auseinander brechen könnte.
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Buenos Aires/Quito - Dem Kapitän Tarquino Arevalo werde vorgeworfen, die Schifffahrtsregeln missachtet zu haben, als er sein Schiff, die "Jessica", am Dienstag vergangener Woche auf eine Sandbank steuerte.

Der Kapitän führt das Unglück auf sein eigenes Versagen zurück. Er habe zwei Signale verwechselt, räumte Arevalo in einem Interview mit dem britischen Rundfunksender BBC ein. "Es ist sehr, sehr hart", sagte der Kapitän, der am Mittwoch zusammen mit 13 Besatzungsmitgliedern festgenommen worden war. "Ich weiß, was passiert ist, aber was kann ich jetzt noch tun?", sagte Arevalo. Er habe seit dem Unglück nicht geschlafen und wisse, dass er für die Umweltschäden verantwortlich gemacht werde.

Der Vorwurf gegen den Repräsentanten der Reederei, Galo Gonzalez, lautet, er habe das rechtzeitige Abpumpen der Treibstoffladung aus dem Havaristen verhindert. Er habe Geld für die Ladung verlangt und damit ein Hilfsangebot von etwa 150 Fischern ausgeschlagen.

Beiden drohen nach den Gesetzen Ecuadors bis zu vier Jahre Haft.

Tanker droht auseinander zu brechen

Die Behörden haben unterdessen ein Auseinanderbrechen des Schiffes nicht mehr ausgeschlossen. Hoher Wellengang habe die Struktur des fast 50 Meter langen Schiffes mittlerweile erheblich geschwächt, sagte ein Sprecher am Mittwoch. In einem solchen Fall sei mit dem Austritt der restlichen Ladung von noch etwa 100.000 Liter Diesel und schwerem Heizöl zu rechnen.

Bisher ist fast die gesamte Ladung von 900.000 Litern Diesel und Heizöl ins Meer gelaufen und bedroht die ökologisch einmalige Tier- und Pflanzenwelt der Inseln im Pazifik.