Gasunfall in Westchina: Tausende auf der Flucht - DER SPIEGEL
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Gasunfall in Westchina Tausende auf der Flucht

In einem Dorf nahe der Millionenstadt Chongqing ist es zu einer Explosion mit schweren Folgen gekommen. Noch immer strömt Gas aus einem Bohrloch. Mehr als 10.000 Menschen traten die Flucht an.
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Peking - Nach der Explosion mussten am Samstag rund 11.500 Menschen ihre Häuser verlassen, wie die Behörden heute mitteilten. Die Explosion wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua durch eine defekte Pipeline einer örtlichen Ölgesellschaft verursacht. Augenzeugen berichteten von einem "großen Knall", nach dem der naheliegende Gaoqiao-Fluss hohe Wellen geschlagen und Schaumkronen getragen habe. Die Behörden warnten die Anwohner vor dem Trinken des Flusswassers, nachdem Tests eine Vergiftung mit Methan bestätigten.

Laut Xinhua trat aus einem Bohrloch nahe der Unglücksstelle weiterhin Gas aus. Die Behörden bemühten sich um die Schließung des Lecks. Dafür wurden 500 Kubikmeter Spezialschaum und 300 Tonnen Zement angeliefert. Behördenvertreter wollten weitere Evakuierungen jedoch nicht ausschließen. In der Nähe der Anlage waren im Jahr 2003 bei einer Gasexplosion 243 Menschen ums Leben gekommen.

dab/AFP