Gefängnisrevolte beendet: Neun Insassen getötet - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gefängnisrevolte beendet Neun Insassen getötet

Gestern hatten die revoltierenden Gefangenen noch damit gedroht, ihre Geiseln zu töten und zu grillen - heute gelang es der Polizei, sie zum Aufgeben zu bewegen. Die Verhältnisse in dem brasilianischen Gefängnis indes bleiben weiter miserabel.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Sao Paolo - Fünf Tage dauerte die Revolte im Staatsgefängnis "Urso Branco" in Porto Velho, heute gaben die Häftlinge auf. Den Sicherheitskräften war es in stundenlangen Verhandlungen gelungen, die Aufständischen zur Aufgabe zu bewegen. Ob ihnen Zugeständnisse gemacht wurden, ist bislang nicht bekannt.

Die revoltierenden Gefangenen hatten ingesamt 170 Besucher als Geiseln genommen, die sie zu töten drohten. Neun Insassen kamen bei dem Aufstand ums Leben. Die Rebellion entzündete sich offenbar an einem Streit rivalisierender Häftlingsgruppen - in dem Staatsgefängnis sind die Verhältnisse katastrophal, "Urso Branco" wurde für 300 Gefangene gebaut, derzeit sitzen mehr als 1000 Menschen ein.