Geiselbefreiung: "Alles musste sehr schnell gehen" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Geiselbefreiung "Alles musste sehr schnell gehen"

Über das Schicksal der 15 verbleibenden Sahara-Geiseln herrscht weiter Ungewissheit. Algerischen Medienberichten zufolge soll eine gewaltsame Befreiung kurz bevor stehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Algier - "Ein Angriff scheint sich abzuzeichnen", schrieb die Tageszeitung "Le Quotidien d' Oran" am Donnerstag, die sich dabei auf Angaben eines Reiseveranstalters in Illizi im Süden des Landes berief. Die 15 verschleppten Touristen sollen in der Bergregion von Tamelrik etwa 150 Kilometer von Illizi gefangen gehalten werden.

Gleichzeitig heißt es, eine Befreiung der verbliebenen 15 Geiseln sei eine "viel gefährlichere Aktion" als der erste Zugriff, bei dem am Dienstag 17 Europäer befreit wurden. "Zurzeit sind die Terroristen von der Welt abgeschnitten. Keiner kann jedoch ihre Reaktionen abschätzen, wenn sie erfahren, dass die 17 Geiseln in der Gewalt ihrer Kampfgenossen befreit wurden", schrieb die Tageszeitung "al-Watan". Die Militärs seien "ernsthaft um die Sicherheit der Verschleppten besorgt".

Die glücklich abgelaufene Befreiungsaktion am Dienstag sei in erster Linie Aufklärungsflugzeugen und Informationen der Wüstenbewohner vom Stamm der Tuareg zu verdanken, schrieb die Zeitung. "Alles musste sehr schnell gehen, bevor die Entführer merkten, dass die Armee in Aktion getreten war."