Geiselbefreiung von Schülern Tote auf den Philippinen
Manila - Bei der gewaltsamen Befreiung einer von Moslem-Rebellen auf den Südphilippinen gefangen gehaltenen Schülergruppe sind offenbar zehn Menschen getötet und fünf verletzt worden. Dies teilte ein Polizeivertreter auf der Insel Basilan am Mittwoch unter Berufung auf unbestätigte Berichte mit. Zehn weitere Personen, unter ihnen sieben Kinder, seien bei der Militäroperation unverletzt befreit worden. Die Gruppe war im März von der Rebellen-Organisation Abu Sayyaf entführt worden.
Er wisse nicht, unter welchen Umständen die Geiseln ums
Leben gekommen seien, sagte der Polizeichef der Stadt Isabela
auf Basilan, Oberst Basilio Pioquinto. Zuvor hatte
Verteidigungsminister Orlando Mercado in einem Rundfunkinterview
von 13 befreiten Geiseln gesprochen, Todesopfer jedoch nicht
erwähnt. Abu-Sayyaf-Kämpfer hatten nach Überfällen auf zwei
Schulen auf Basilan seit März 29 Geiseln, unter ihnen 22 Kinder,
festgehalten. Vor zehn Tagen hatte das philippinische Militär
mit Angriffen auf das Lager der Entführer begonnen.