Geiseldrama: Kontakt zu den Entführern wieder hergestellt - DER SPIEGEL
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Geiseldrama Kontakt zu den Entführern wieder hergestellt

Drei Tage lang hatten keine Gespräche zwischen den Abu-Sayyaf-Rebellen und der philippinischen Regierung stattgefunden. Seit Freitag gibt es nun wieder einen Kontakt. Demnach sind die Geiseln inzwischen wieder zu einer Gruppe zusammengelegt worden.
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Jolo - Es sei inzwischen zu einem Treffen mit mehreren Kidnappern der extremistischen Moslemgruppe Abu Sayyaf gekommen, sagte ein Mittelsmann am Freitag in der Provinzhauptstadt Jolo. Über den Inhalt der Gespräche ist bislang allerdings nichts bekannt. "Wir scheinen wieder ganz am Anfang zu sein. Das Wichtigste ist aber, dass es wieder einen Kontakt gibt, und wir versuchen unser Bestes, diese Krise so schnell wie möglich zu lösen", sagte er. Die Geiseln, die zuvor in fünf Gruppen aufgeteilt worden waren, seien inzwischen wieder in einer Bambushütte zusammengelegt worden.

Zwei der 21 Geiseln waren seinen Angaben zufolge bei Gefechten zwischen Armee und Kidnappern am Mittwoch verletzt worden. Es gebe aber ausreichend Medikamente aus den Hilfslieferungen der Botschaften, um sie zu behandeln. Die Entführten waren während der Schießereien zu einem anderen Versteck gebracht worden. Dabei war der Kontakt zu den Mittelmännern abgebrochen.

Die deutsche Bundesregierung sondiert unterdessen auch auf der internationalen Ebene Vermittlungswege im Geiseldrama. "Gleichzeitig suchen wir neue Pfade zu finden, wie zum Beispiel die Asean-Staaten, das Rote Kreuz, der Rote Halbmond eingreifen können, damit Verhandlungen beschleunigt werden", sagte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, am Donnerstagabend im ZDF.