Geiseldrama: Rebellen fordern offenbar Lösegeld für Renate Wallert - DER SPIEGEL
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Geiseldrama Rebellen fordern offenbar Lösegeld für Renate Wallert

Neues Wirrwarr um Lösegeldforderungen der Abu-Sayyaf-Rebellen auf der philippinischen Insel Jolo: Angeblich verlangen die Geiselnehmer für die Freilassung der Deutschen Renate Wallert zwei Millionen Dollar. Das sei alles noch unklar, sagt dagegen der philippinische Außenminister Domingo Siazon.
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Peking/Manila - Siazon wies am Mittwoch Berichte zurück, die Abu-Sayyaf-Rebellen forderten für Wallert zwei Millionen Dollar. Dementsprechende Äußerungen von ihm bei einer Pressekonferenz in Peking seien missverstanden worden, sagte Siazon in einem Telefoninterview. "Die Zahlen sind noch unklar", betonte er.

Der philippinische Rundfunk verbreitete in Manila dagegen eine Abschrift der Pressekonferenz, in der der Außenminister die Lösegeldforderung in Höhe von zwei Millionen Dollar erwähnt.

Der Beginn von Verhandlungen über die Freilassung der seit mehr als drei Wochen festgehaltenen 21 Geiseln verzögert sich indessen weiter. Philippinische Regierungsunterhändler erwarteten den Beginn der Gespräche frühestens am Donnerstag oder Freitag. Bis zuletzt waren Verhandlungen bereits am Mittwoch erhofft worden.

Die erkrankte deutsche Geisel Renate Wallert hat offenbar die zeitliche Orientierung verloren. Die norwegische Journalistin Kjersti Strommen, die am Dienstag die Entführten gesehen hatte, sagte, die Deutsche sei sehr schwach. Renate Wallert habe vollkommen das Gefühl darüber verloren, wie lange sie schon festgehalten werde.