Geiseldrama US-Ölarbeiter in Kolumbien verschleppt
Bogota - General Carlos Lemos sagte im Radiosender Radionet, die Beschäftigten seien verschleppt worden, als sie in einem Konvoi vom Cano-Limon-Ölfeld in der Provinz Arauca im Osten des Landes nach Hause fuhren. Vieles deute darauf hin, dass die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes, die "Nationale Befreiungsarmee" (ELN), hinter der Entführung stehe, berichtet Lemos.
Entführungen kommen in Kolumbien häufig vor. Mit dem erpressten Lösgeld finanzieren die Rebellen ihren Kampf gegen die Regierung. Die ELN hatte vor kurzem mitgeteilt, ihre Friedensgespräche mit der Regierung steckten wegen angeblicher Absprachen zwischen der Armee und rechten paramilitärischen Einheiten in einer Krise. Die Guerillas werden verdächtigt, in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge auf das Cano-Limon-Ölfeld verübt zu haben.