Geköpfte Thatcher-Statue: "Ich glaube, so sieht's besser aus" - DER SPIEGEL
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Geköpfte Thatcher-Statue "Ich glaube, so sieht's besser aus"

Ein Brite ist für das Enthaupten einer Statue der ehemaligen Premier-Ministerin Margaret Thatcher zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Mann nannte seine Tat eine politische Meinungsäußerung, das Gericht sah darin eine "kriminelle Zerstörung".
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London - Der zuständige Richter George Bathurst-Norman sagte, er bedaure es, den Angeklagten Paul Kelleher ins Gefängnis schicken zu müssen. Die Justiz habe jedoch die Pflicht, Eigentum zu schützen. Auch Kelleher wahrte die höfliche Form: "Es tut mir Leid, dass ich Ihnen all diesen Ärger verursacht habe."

Gegenstand des Verfahrens war Kellehers Aktion im Juli vergangenen Jahres. Der Theaterproduzent hatte die Londoner Guildhall Gallery aufgesucht und die Marmorstatue der ehemaligen Premierministerin zunächst mit einen Cricketschläger, dann mit einem Absperrpfosten so lange bearbeitet, bis das knapp zweieinhalb Meter hohe Standbild einen Kopf kürzer war. Der Schaden an der 150.000 Pfund (226.000 Euro) teuren Statue muss nun für etwa 10.000 Pfund (15.000 Euro) repariert werden.

Mit der Zerstörung der Statue habe er gegen die zu engen Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA protestieren wollen, erklärte der 37-Jährige nach der Tat. Die Polizei begrüßte er mit den Worten: "Ich glaube, so sieht's besser aus."

Margaret Thatcher hatte das Werk des Bildhauers Neil Simmons zuvor als "fabelhaft" gelobt. Sie sei froh, dass Simmons sie mit ihrem Markenzeichen zeige: ihrer Handtasche. Eigentlich ist das Kunstwerk für die Lobby des Unterhauses gedacht. Die Etikette gebietet jedoch, dass dort keine Statuen noch lebender Persönlichkeiten aufgestellt werden.