Geld zu verschenken - DER SPIEGEL
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INTERNET Geld zu verschenken

• aus DER SPIEGEL 19/2004
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Seit Jahren belästigen vor allem nigerianische Betrüger die Internet-Nutzer in aller Welt mit grandiosen Angeboten. Auf einem Konto im Ausland, so der Tenor der Mails, auf das die Absender der Mail leider gerade keinen Zugriff hätten, lägen Millionen herum, sinnlos, nutzlos. Aber einige lumpige tausend Dollar, zu überweisen auf ein noch zu nennendes Konto, würden die Millionen flüssig machen - und den edlen Spender reich. So verspricht es eine Variante, die allerdings schon so lange kursiert, dass wahrscheinlich beim besten Willen niemand mehr darauf hereinfällt. Deshalb kommt jetzt eine aktualisierte Version, islamisch-romantisch: Nun ist es angeblich eine irakische Witwe, die das Vermögen ihres Mannes, 35 Millionen Dollar, an Moscheen und arme Muslime spenden will. Leider sei das Geld für sie nicht zugänglich. Wer der armen Dame hilft, soll zehn Prozent ihres Vermögens erhalten. Um Geld bittet die angebliche Witwe noch nicht. Das wird erst in der zweiten Mail geschehen.

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